Kreise ziehen - Ein Kulturprojekt für Jugendliche
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Kreise ziehen

Ein Kulturprojekt für Jugendliche im Alter von 14-16 Jahren


Erste Assoziationen, Bilder und Metaphern

Ein Spinnennetz. Die Spinne fängt an erste Fäden zu ziehen, ein stabiles Grundgerüst zu knüpfen. Nach und nach fängt sie an ihr Netz zu erweitern, sie wagt sich immer weiter vor, verlässt den sicheren, stabilen Mittelpunkt ihres Netzes. Sie zieht Kreise, immer weiter und immer größer, bis sie zufrieden ist.

Ich werfe Steine ins Wasser. Dort, wo sie auf die Wasseroberfläche treffen, bildet sich ein Kreis, der sich langsam aber sicher ausweitet. Er wächst und wächst, bis man die Schwingungen nicht mehr wahrnehmen kann. Vielleicht hat der Kreis sein Ufer erreicht.

Eine Spirale besteht aus vielen Kreisen, die keinen deutlichen Anfang und kein Ende haben.

Kreise ziehen: Neues kennen lernen, Neues erfahren, sich ausprobieren, sich ent-wickeln, ein Netz knüpfen, Grenzen aufsuchen, durch einen Impuls eine kreisförmige, wachsende Bewegung in Gang setzen.

Konzept

Das Projekt „Kreise ziehen“ will Jugendlich im Alter von 14-16 Jahren die Möglichkeit geben, Kultur auf eine andere Art kennen zu lernen.

1. Ziele des Projekts:

- EINE EIGENE KULTUR FINDEN: Wir wollen Jugendliche an eine Kultur heranführen, die ihre eigene ist. Wir wollen den Jugendlichen nichts vorsetzen, sondern ihnen helfen, ihre eigene Kultur zu finden und sich in dieser auszuprobieren.

- SELBER KULTUR „MACHEN“: Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die an Kultur interessiert sind, sich aber bisher noch nicht selbst in ihr ausprobiert oder erlebt haben. Wie fühlt es sich an, zu fotografieren? Wie ist das, auf einer Bühne zu stehen? Kann ich selber Gedichte schreiben?

- INDIVIDUELLE KREATIVITÄT FÖRDERN: Das Projekt soll die individuelle Kreativität der Jugendlichen fördern. Die Projektleiter versuchen immer wieder Impulse zu geben, um eine Bewegung in Gang zu setzen: die eigene Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur, die direkte Auseinandersetzung mit Worten und die sinnliche Wahrnehmung von Klängen und Bildern.

- SELBSTWAHRNEHMUNG UND FREMDWAHRNEHMUNG SCHÄRFEN: Ein Wechsel der Perspektive- Alles eine Frage der Einstellung? Die Teilnehmer sollen ihre Selbstwahrnehmung schärfen. Das Arbeiten         mit und in einer Gruppe ermöglicht außerdem auch einen Einblick in die Fremdwahrnehmung zu erlangen. Hier kann sich jeder selbst auch mal neu oder anders sehen und erfahren.

- EIN NETZWERK BAUEN: Mit den Jugendlichen soll ein neues Netzwerk geknüpft werden. Im Laufe des Arbeitsprozesses sollen auch neue Freundschaften entstehen.

- RESPEKT: Die Jugendlichen präsentieren ihre Entwürfe und Ideen regelmäßig in der Gruppe, die Platz für Diskussion und Feedback bietet. Ziel ist es, im Laufe des Projekts ein gegenseitiges Vertrauen und Interesse aufzubauen, um so zu dem nötigen gegenseitigem Respekt zu gelangen.

Projektphasen:

Das Projekt ist in drei  Phasen gegliedert:

1. Phase: Wahrnehmungs- und Kennlernphase

In einer ersten Phase sollen die Teilnehmer zunächst sich selbst und die Gruppe wahrnehmen und kennen lernen. Das Projekt bietet den Teilnehmern den Raum, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: „Wer bin ich?“, „Wer bist du?“ „Wie wirke ich auf dich?“ und „Wie wirkst du auf mich?“.

Während dieser ersten Phase ergibt sich auch für die Projektleiter die Chance, jeden einzelnen Teilnehmer näher kennen zu lernen und ihn in seinen unterschiedlichen Facetten, Eigenschaften und Stimmungen wahrzunehmen.

Darüber hinaus stellen die Projektleiter den Teilnehmern verschiedene künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten vor und lassen sie die Teilnehmer selbst ausprobieren: Fotografie, Poesie und Geschichten, Tanz, Theater, Bewegung.

Durch diese künstlerischen Medien erfahren die Teilnehmer ihren eigenen Körper, Stimme und Ausdruck.

Nach der Erfahrung des eigenen Ausdrucks geht es einen Schritt weiter: Angeleitet durch die Projektleiter können sich die Teilnehmer sich neu ausprobieren und erfahren. Der Austausch zwischen den Teilnehmern wird durch Partnerübungen ermöglicht, um auch andere „Lebenskulturen“ kennen zu lernen. Anschließende Reflektionsrunden bieten die Möglichkeit Fremd- und Selbstwahrnehmung zu vergleichen, zu verstehen und auch den Blick dafür zu schulen.

2. Phase: Arbeitsphase zu dem Thema: Kreise ziehen

In der 2. Phase des Projektes werden die vorher erfahrenen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten vertieft. Die Teilnehmer befassen sich bei ihrer Arbeit mit dem Thema „Kreise ziehen“.

Eine erste Einführung soll den Teilnehmern den eher abstrakten Begriff „Kreise ziehen“ näher bringen. Persönliche Assoziationen werden herausgearbeitet und für die weitere Arbeit festgehalten.

Den Teilnehmern bleibt nun frei gestellt, mit welchem Medium sie sich dem Begriff annähern wollen. Es gibt die Möglichkeit Tanz-, Bewegungs- und Theaterszenen zu entwickeln und/oder zu inszenieren, Gedichte oder Geschichten zu schreiben oder auch zu fotografieren. Möglich wäre es auch, dass Teilnehmer das Projekt bzw. die 2. Phase dokumentarisch begleiten (Fotografie, Texte) und anschließend dann diese Dokumentation als Teil der Werkschau zu präsentieren.

Wichtig ist, dass die Teilnehmer nicht dazu „gezwungen“ werden, z.B. auf der Bühne zu stehen, sondern dass der einzelne Jugendliche seine eigene Rolle findet. Hier soll er sich durch Selbstbestimmung wohler fühlen und sich dadurch dann selbst entfalten und kreativ werden.

Die Projektleiter geben inhaltliche Inputs, versuchen neue Ideen anzuregen und aufzugreifen oder auch einfach nur beratend zur Seite zu stehen.

3. Phase: Präsentationsphase und Abschlussphase

Die Ergebnisse, Arbeits- und Entwicklungsprozesse des Projekts werden ausgestellt bzw. bei einer kleinen Werkschau präsentiert.

Abschließend wird das Projekt zusammen mit den Teilnehmern reflektiert und ausgewertet. Darüber hinaus wollen die Projektleiter den Teilnehmern Anstöße und Ideen mit auf den „Heimweg“ geben und dazu anregen, sich weiter kulturell zu betätigen bzw. zu bilden oder selbst weiterhin künstlerisch auszuprobieren.



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